Rudolf Oetker Halle Bielefeld: Veranstaltungen, Programme, Kulturprogramm, Musik, Tanz, Theater, Literatur, Performance

Das Ambiente

Bild Lampe

Ein Schritt in die Ru­dolf-Oet­ker-Hal­le hinein ist immer auch ein Schritt aus dem All­tag he­raus. Kaum jemand kann sich der rei­chen At­mos­phä­re dieses ein­zig­ar­ti­gen Kon­zert­baus ent­zie­hen. Für vie­le ist es Lie­be auf den ers­ten Blick. Das durchdachte Ambiente, die Fülle an faszinierenden Details machen jeden Besuch zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art. Die horizontalen Linien der Wandverkleidungen, der Lüftungsschlitze, der Brüstungen und die Handläufe an den großen Treppenaufgängen erinnern an die Formensprache großer, alter Ozeanriesen, die ruhig und bedächtig ihren Weg über die Meere nehmen. So finden auch die Besucher auf den Gängen dieses mächtigen Bauwerks aus der Aufgeregtheit des Alltags zu einer fast feierlich gestimmten Ruhe. Und immer wieder durchbrechen sinnfällige Elemente die schlichte Gelassenheit des Ambientes. Da sind die beinahe verspielten Formen der Lampen und nicht zuletzt die von Notensymbolen inspirierten Drücker an den Türen der Säle, die den Konzertbau im Wortsinne (be-)greifbar machen.

Báste Dr. Rudolf Oetker

Zwei Bronzebüsten erinnern zudem an die beiden Männer, denen die „Carnegie Hall Nordrhein-Westfalens“ so viel verdankt. In der Eingangshalle begrüßt Dr. Rudolf Oetker die Besucher dieses nach ihm benannten Hauses. Im Wandelgang des Großen Saales hält eine Büste die Erinnerung an den Musikdirektor Prof. Wilhelm Lamping wach, der mit seinen Ideen und seinem unermüdlichen Engagement für einen großen Konzertbau als musikalischer Baumeister des Hauses gilt.

Im Wechselspiel von weitläufiger Großzügigkeit und feinen Details, von subtiler Funktionalität und sinnlicher Pracht entsteht ein einzigartiges Ambiente, das der Rudolf-Oetker-Halle ihren besonderen und unverwechselbaren Charme verleiht.


Kamphöners Stühle

Bild Kamphöners Stühle

Der Bielefelder Tischler und Tüftler Heinrich Kamphöner entwickelte Anfang der 20er Jahre die erste Generation seiner später weltweit vertriebenen Klappstühle. Dank dieser revolutionären wie rentablen Idee konnte man in Sälen wie auch in den gerade aufkommenden Kinos mehr zahlendes Publikum unterbringen. Noch bis zu seinem Tode 1968 entwickelte er weitere Stühle, die u.a. das Türkische Parlament in Ankara oder das Malaysische Regierungsgebäude in Kuala-Lumpur zieren.
Bis 1997 standen Kamphöners historische Klappstühle auch in der Rudolf-Oetker-Halle. Dann mussten sie ersetzt werden. Sie knarrten einfach zu laut. Für kurze Zeit aber bot der Große Saal ohne seine Stühle ein reizvolles Fotomotiv.

Die vie­len fei­nen, lie­be­voll in­sze­nier­ten De­tails ver­leihen dem nüch­ter­nen, fast kan­ti­gen Kon­zert­bau eine bei­nahe sinn­liche, bis­wei­len weihe­volle At­mos­phä­re.