Rudolf Oetker Halle Bielefeld: Veranstaltungen, Programme, Kulturprogramm, Musik, Tanz, Theater, Literatur, Performance

Verbindliche Nutzungsbedingungen
für die Vermietung der Rudolf-Oetker-Halle

 

 


 

1. Widmungszweck
Die Rudolf-Oetker-Halle wurde am 31.10.1930 als Konzerthalle eingeweiht. Zitat Widmungszweck:
Die Halle ist Dr. Rudolf Oetker und seinen im Weltkrieg mit ihm gefallenen Bielefelder Kameraden zum Gedächtnis, den Lebenden zur Freude und Erhebung an den Werken der Tonkust gewidmet. nach oben

 

2. Verwendungszweck
Die Rudolf-Oetker-Halle dient verzugsweise der Musikpflege. Daneben können Vorträge, Tagungen, Kongresse und Ausstellungen in ihr abgehalten werden.
Für politische Veranstaltungen und kommerzielle Werbeveranstaltungen ist sie nicht verfügbar.
Veranstaltungen werden nur zugelassen und genehmigt, wenn der Stadt Bielefeld ein konkretes, Titel, Zeitplan und Eintrittspreise umfassendes Veranstaltungsprogramm vorgelegt wird. Veranstaltungen, die nicht dem Zweck der Halle entsprechen, werden nicht genehmigt. nach oben

 

3. Vermietung
Verträge über die Vermietung der Rudolf-Oetker-Halle bedürfen der Schriftform.
Mündlich beantragte Termine werden ausschließlich zur Konzertplanung vornotiert. Aus solchen Vornotierungen kann der Veranstalter keinerlei Rechtsansprüche herleiten. Vormerkungen werden wieder gelöscht, falls innerhalb von 14 Tagen nach dem mündlichen Antrag kein schriftlicher Mietvertrag geschlossen wird.
Der schriftliche Antrag des Veranstalters mit begefügtem, Titel, Zeitplan und Eintrittspreise umfassenden Programm, ist spätestens 14 Tage vor der geplanten Veranstaltung bei der Stadt Bielefeld, Kulturamt, Niederwall 23, 33602 Bielefeld, einzureichen.
Die Anmietung eines Veranstaltungsraumes wird erst mit der beiderseitigen Unterzeichnung des schriftlichen Mietvertrages rechtswirksam. Der Mietzins für den Veranstaltungsraum, bzw. die Instrumentenbenutzung, muss nach Übersendung der vertraglichen Bestätigung spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung auf einem der Konten bei der Sparkasse Bielefeld eingegangen sein. Für den Fall, dass der Veranstalter seiner Zahlungspflicht nicht rechtzeitig nachkommt, entfällt die Verpflichtung der Stadt Bielefeld, den angemieteten Raum zur Verfügung zu stellen.
Bei Zahlungsverzug sind Verzugszinsen in Höhe von 3% über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 1 EuroEG NW zu entrichten.
Beschreibungen des Großen und des Kleinen Saales sind am Ende dieser Nutzungsbedingungen angefügt. nach oben

 

4. Ausfall der Veranstaltung
Bei Ausfall einer Veranstaltung ist der Mieter zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt.
Der Rücktritt ist der Stadt Bielefeld gegenüber unverzüglich und schriftlich zu erklären. Tritt der Mieter zu einem früheren Zeitpunkt als vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin vom Vertrag zurück, wird eine Verwaltungsgebühr von 150 Euro erhoben.
Erfolgt der Rücktritt eine bis vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin, kann die Hälfte des Mietzinses verlangt werden. Wird der Rücktritt in einem Zeitraum von weniger als einer Woche vor dem Veranstaltungstermin erklärt, wird der volle Mietzins erhoben.
Tatsächlich entstandene Kosten für Nebenleistungen sind vom Mieter in jedem Fall in voller Höhe zu ersetzen.
Bei Zahlungsverzug sind Verzugszinsen in Höhe von 3% über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 1 EuroEG NW zu entrichten nach oben

 

5. Leistungen bei Veranstaltungen

  • 5.1 Pflichten der Vermieterin
    • 5.1.1 Die Stadt Bielefeld stellt entsprechend dem Mietvertrag den Großen Saal oder den Kleinen Saal, die Orgel oder die Konzertflügel zur Verfügung. Die Orgel und die Konzertflügel dürfen nur von erfahrenen Künstlern und Künstlerinnen bespielt werden.
    • 5.1.2 Die Stadt Bielefeld gewährt dem Mieter am Veranstaltungstag ab 14.00 Uhr Zugang zur Halle. Ist eine längere Aufbauzeit erforderlich, so kann die Stadt dem Mieter zu einem früheren Zeitpunkt Zugang zur Halle ermöglichen.
    • 5.1.3 Das Türschließpersonal für Haupteingang und Künstlereingang wird von der Stadt Bielefeld gestellt.
    • 5.1.4 Garderoben – getrennt für den Großen und den Kleinen Saal – sind im Erdgeschoss vorhanden. Das Garderobenpersonal wird von der Stadt Bielefeld gestellt. Für jede Garderobenannahme ist von dem Besucher / der Besucherin ein Entgelt von 1,00 Euro zu entrichten.
      Die Stadt Bielefeld haftet nicht für Wertsachen und lose Gegenstände in den Kleidungsstücken sowie für Kleidungsstücke, die nicht an den bewachten Garderoben abgegeben werden.
    • 5.1.5 Die Sicherheitswache der Feuerwehr und die Poizeiwache werden von der Stadt Bielefeld angefordert.
    • 5.1.6 Die gastronomische Betreuung – Pausenbewirtschaftung, Anbieten von Erfrischungen – übernimmt der von der Stadt Bielefeld beauftragte Pächter. Ein durchgehender Gastronomiebetrieb in in der Halle nicht eingerichtet. Hiervon abweichende Regelungen sind nur nach Absprache mit der Stadt Bielefeld und dem Pächter zulässig.
    • 5.1.7 Die Stadt Bielefeld behält sich vor, auf Wunsch des Veranstalters Hinweisschilder in der Rudolf-Oetker-Halle aufzustellen. Presse- oder Medienverkaufsstände sind nur im Eingangsbereich des Hauptfoyers aufzustellen.
  • 5.2 Pflichten des Mieters / der Mieterin
    • 5.2.1 Der Veranstalter stellt, soweit nicht andere Regelungen getroffen sind, das Personal der Tageskasse, die spätestens eine Stunde vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn zu besetzten ist.
    • 5.2.2 Der Veranstalter darf bei Veranstaltungen nicht mehr Karten ausgeben, als der Bestuhlungsplan und der Eintrittskartensatz ausweisen. Die im Bestuhlungsplan besonders ausgewiesenen Plätze sind als Dienstplätze für dei Rudolf-Oetker-Halle freizuhalten. Ebenso ist zu beachten, dass bei einer eventuellen Vergrößerung der Bühne, bzw. bei Technikinstallationen im Besucherraum sich die Sitzplatzzahl verringert. Die entsprechenden Plätze dürfen dann nicht verkauft werden.
    • 5.2.3 Werbemittel, insbesondere Programme, Hinweiszettel und Plakate sowie Presseinformationen, sind Angelegenheiten des jeweiligen Veranstalters. Ankündigungen administrativer Art sind allein durch den Vertreter der Stadt Bielefeld vorzunehmen. Plakate werden nur an den hierfür gesondert vorgesehenen Stellwänden durch den Vertreter der Stadt Bielefeld angebracht. Das Befestigen an einer anderen Stelle innerhalb des Hauses ist nicht gestattet. Für Programme und Handzettel sind ausschließlich Informationsständer vorgesehen, die von der Hausverwaltung bestückt werden. Das Anbringen von Transparenten an der Hausfront bedarf der besonderen Genehmigung der Stadt Bielefeld.
    • 5.2.4 Alle für den Veranstalter erforderlichen Genehmigungen sind vom Veranstalter rechtzeitig einzuholen. Anmeldungen und Zahlungen von GEMA-Gebühren sind Angelegenheiten des Veranstalters. Musikaufnahmen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch die GEMA und der Abstimmung mit der Stadt Bielefeld.
    • 5.2.5 Für sämtliche, insbesondere wertvolle Ausstellungstücke, Musikinstrumente, Apparate und Ausstellungsgüter ist allein der Veranstalter verantwortlich. Die Stadt Bielefeld übernimmt keine Haftung. nach oben

 

6. Haftung
Der Veranstalter haftet für alle Schäden, die während der Nutzung aun den Räumlichkeiten und Einrichtungsgegenständen entstehen. Vor der Nutzung ist vom Veranstalter in Gemeinschaft mit einem Vertreter / Vertreterin der Stadt Bielefeld eine Besichtigung der Räumlichkeiten und technischen Möglichkeiten vorzunehmen. Eventuelle Beanstandungen sind sofort der Hausverwaltung mitzuteilen. Nachträglich gemeldete Beanstandungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Stadt Bielefeld kann die Beibringung einer Sicherheit, z. B. einer Bankbürgschaft oder einer Kaution, verlangen. Bei Betriebsstörungen, Versagen irgendwelcher Einrichtungen, Sachschäden, Schädigung durch das Personal, steht dem Veranstalter kein Schadensersatzanspruch durch die Stadt Bielefeld zu, es sei denn, die Schädigung beruht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. nach oben

 

7. Kündigung
Die Stadt Bielefeld kann den Vertrag fristlos kündigen, wenn am Programm nachträglich Änderungen vorgenommen werden und den Änderungen nicht zugestimmt wurde. nach oben

 

8. Allgemeines
Die bauordnungsrechtlichen und feuerwehrtechnischen Sicherheitsbestimmungen sind vom Veranstalter zu beachten.
Das Rauchen ist nur im Erdgeschoss der Rudolf-Oetker-Halle gestattet. Die Benutzung von Parkplätzen im Hof der Rudolf-Oetker-Halle bedarf der Genehmigung durch die Stadt Bielefeld. Sie stehen nur in berechtigten Ausnahmefällen zur Verfügung.
Beide Säle befinden sich im ersten Stock. Garderoben sind im Erdgeschoss vorhanden. Ein Lastenaufzug in in der Halle nicht installiert.
Der Behindertenfahrstuhl ist über den seitlichen Eingang in der Lampingstraße zu erreichen.
Im Großen Saal sind Rang und Empore nicht mit dem Behindertenfahrstuhl zu erreichen.
Sämtliche von diesen verbindlichen Nutzungsbedingungen abweichende Nutzungswünsche bedürfen der vorherigen Zustimmung der Stadt Bielefeld. nach oben

 

9. Hausverbot
Der Veranstalter darf Hausverbote nur im Einvernehmen mit der Stadt Bielefedl aussprechen, mit Ausnahme bei Gefahr im Verzug. nach oben

 

10. Übergangsregelung
Für Terminvornotierungen und Veranstaltungsbuchungen vor dem Inkrafttreten dieser Änderungen gelten weiterhin die Regelungen der bis dahin gültigen Nutzungsbedingungen für die Rudolf-Oetker-Halle von 01.05.1998. nach oben

 

11. Inkrafttreten
Die Änderungen der Nutzungsbedingungen treten mit Wirkung vom 01.09.2001 in Kraft. nach oben

 


Beschreibung des Großen Saales der Rudolf-Oetker-Halle

Der Große Saal verfügt über eine feste Bestuhlung mit 1.561 Sitzplätzen. Bei Bedarf kann im Rang auf jeder Seite zusätzlich eine dritte Reihe mit jeweils 42 Stühlen aufgestellt werden („sichtbehinderte Plätze“). Der Besucher / die Besucherin ist beim Kartenverkauf auf die Sichtbehinderung bei diesen Plätzen hinzuweisen (Rang, Platz 3 bis 44). Zudem können bei Bedarf und Möglichkeit auf dem Podium vier Reihen mit jeweils 30 Stühlen aufgestellt werden (Podiumsplätze). Der Große Saal ist mit einer dreimanualigen Sauer-Orgel mit 54 Registern ausgestattet. Außerdem steht ein Konzertflügel (Steinway & Sons, Baujahr 2002, Serien Nr.: D 56 24 00) zur Verfügung. Der Saal besitzt eine vierstufige Bühne mit einer Breite von 16,80 m und einer Tiefe von 9,40 m. Die Bühne kann bei Bedarf um weitere 2,80 m ausgefahren werden. Bei Vergrößerung der Bühne verringert sich die Sitzplatzzahl um die vorderen ein bis drei Reihen (27 bis 82 Sitzplätze).

Beschreibung des Kleinen Saales der Rudolf-Oetker-Halle

Der Kleine Saal bietet einen stimmungsvollen Rahmen für Kammerkonzerte, aber auch für Vorträge und Empfänge. Der Saal kann mit maximal 296 Sitzplätzen ausgestattet werden. Die Bühne hat eine Breite von 7,00m und eine Tiefe von 4,75m. Auf der Bühne ist ein Konzertflügel, Steinway D-274, vorhanden. Der Saal hat eine Gesamtfläche von ca. 300m².